Als die Arbeit in meiner eigenen Praxis zunahm, habe ich die Vorträge für die „Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur“ aufgegeben. Doch auch später habe ich mich über Anfragen zu Vorträgen gefreut und in Ausnahmefällen gerne einige Gelegenheiten wahrgenommen:    

So habe ich im Januar 2008 an der Peking Universität vor Ärzten und Studenten über meine Zukunftsvision gesprochen, wie die Schulmedizin und die traditionelle chinesische Medizin in einer Kombination zum Wohle des Patienten verwendet werden können. Am Beispiel eines Patienten habe ich erläutert, wie rasch und wirkungsvoll bei einem akuten Schlaganfall eine professionelle Akupunktur helfen kann.

 

     

   

An der Peking Universität  hielt ich vor Ärzten, Dozenten und Studenten einen Vortrag über die Kombination von westlicher Medizin und traditioneller chinesischer Medizin.

 

     Ein weiteres „High-Light“ im Jahr 2008: Ich habe das erste Mal an der Aktion „Lebendiger Neckar“ teilgenommen, bei der sich in Heidelberg mehr als 100 Akteure mit ihren Angeboten vorstellen. Sabine Hieronymus mit ihrem Team von dem gemeinnützigen Verein „China-Initiative Heidelberg“ e.V. hat dafür ein „chinesisches Dorf“ direkt am Neckar organisiert. Der Eingang war aus Bambus gebaut, das chinesische Symbol für Stabilität und Beweglichkeit.

Ich habe die Puls- und Zungen-Diagnose für 5 Euro angeboten. So kamen mehr als 300 Euro zusammen, die ich über die „China-Initiative Heidelberg“ e.V. für die Opfer des großen Erdbebens in Süd-China gespendet habe.

 

                                        

                                        

 Das erste Mal nahm ich mit meiner Praxis an der Aktion „Lebendiger Neckar“ teil. Das Ufer des Neckars war wunderschön, mit dem Blick in Richtung Ziegelhausen.

 

     Stattdessen habe ich in Heidelberg neben meiner eigenen Praxis meine „Akademie für Integrative Medizin“ gegründet. Die Abkürzung „AIM“ steht für das englische Wort „Ziel“, so wie das „Z“ im Logo meiner Praxis für den deutschen Begriff. Im alten China haben sich immer wieder Gelehrte zum Gespräch getroffen. Nach diesen Vorbildern soll meine Akademie ein materieller, vor allem aber ein geistiger Ort für den fachlichen Austausch sein. In einer Zeit von so großen Veränderungen in der Gesellschaft kann es wichtig sein, dass Fachleute sich zusammentun und über das geistiges Fundament diskutieren, auf dem man ein Leben, mit den vielen Neuerungen und Herausforderungen, sinnvoll und gesund gestalten kann.

Noch etwas Wichtiges passierte im Jahr 2008: Qi-Gong-Meister Guangren Sun war mehrere Monate mein Gast und hat meinen Patienten wie auch mir Unterricht erteilt. Fast täglich durfte ich mit ihm am frühen Morgen mehrere Stunden lang Übungen absolvieren – es ist eine Zeit, von der ich bis heute profitiere.

Warum Qi-Gong? Viele Erkrankungen beginnen mit einer Anspannung, die vielleicht kaum bemerkt wird. Wenn jedoch anschließend die Entspannung nicht gelingt, kann gemäß der chinesischen Philosophie im Körper die Energie nicht mehr richtig fließen. In der Folge erhalten Teile des Körpers zu viel Energie und andere zu wenig. Die regelmäßigen Übungen des Qi-Gongs lassen die Energie im Körper wieder frei fließen und sorgen für den Ausgleich und die Balance zwischen Organen. Muskeln, Gelenke und Sehnen. Mit Hilfe von verschiedenen Punkt-Massagen kann man zusätzlich und gezielt verschiedene Körper-Partien entspannen und stärken.

In der traditionellen, chinesischen Medizin gelten Qi-Gong-Übungen als wichtiges Mittel, um den eigenen Körper gesund zu erhalten. Deshalb biete ich seit dem Jahr 2008 meinen Patienten Kurse für Qi-Gong an. Kurs-Leiterin Katja Baumeister hat ihre Ausbildung bei Meister Guangren Sun absolviert.

       

 Qi-Gong-Meister Guangren Sun war mehrere Monate mein Gast in Heidelberg und hielt Qi-Gong-Kurse, an denen nicht nur Patienten, sondern auch interessierte Neulinge teilnahmen.

   

Alle sind mit derm Herzen dabei: Xinbo Lu lehrt meine Patienten Tai Ji Quan - und zwar den Wu-Stil.