Im Januar habe ich an dem Symposium über „Scientific Guidance: Friedrich Wallner und Lan Fengli“ am Institut für Philosophie der Universität Wien teilgenommen. Die mehrtägige Veranstaltung wurde von der Stadt Wien wie auch vom österreichischen Wissenschaftsministerium unterstützt.

Ich habe über das Thema „Frühe Diagnose“ gesprochen. Nun ist es ja so, dass Heilpraktiker häufig Patienten in ihrer Praxis empfangen, die als „austherapiert“ gelten. Die Patienten haben eine längere Wanderschaft von Therapeut zu Therapeut hinter sich, sie sind oft enttäuscht und entmutigt. Sie haben eine Reihe von Diagnosen gehört und doch keine Linderung erfahren. Was ist dann mit dem Begriff „Frühe Diagnose“ gemeint? Es bedeutet, dass für einen Therapeut der traditionellen chinesischen Medizin die Diagnose mit dem allerersten Kontakt zum Patienten beginnt: Wie ist der Gang des Patienten? Wie sind die Haare und die Farbe des Gesichts? Sobald sich Therapeut und Patient die Hand geben – wie ist der Händedruck? Wie ist die Stimme des Patienten? All diese Beobachtungen werden sehr ernst genommen und gehören zur Diagnose, die dann mit der Zungen- und Puls-Diagnose fortgeführt wird. So ist es – gemäß den Erfahrungen der traditionellen, chinesischen Medizin – oft möglich, eine korrekte Diagnose bei schweren, schon weit fortgeschrittenen Erkrankungen zu erstellen. Es ist aber auch manchmal möglich, die frühzeitige Diagnose für solche Erkrankungen zu stellen, die noch im Entstehen sind. Wenn nötig, können die modernen Mittel der High-Tech-Diagnose-Methoden in Anspruch genommen werden, wenn beispielsweise eine Diagnose bestätigt oder eine bestimmte Krankheit ausgeschlossen werden soll.                                              

Gemäß der Traditionellen Chinesischen Medizin kann auch der Erfolg und Fortschritt der Therapie bei den weiteren Besuchen des Patienten in der Praxis „auf den ersten Blick“ festgestellt werden: Ändert sich der Gang des Patienten - oder nicht? Wird die Stimme kräftiger und selbstbewusster – oder nicht? Sind die Hände im Sommer kühl und im Winter warm?

Ganz wichtig: Meine Patienten sind im traditionellen Sinne noch „Patienten“ – und keine „Kunden“. Jeder Patient ist für mich einzigartig, mit seiner Geschichte, seinem Leiden und mit seinem Weg zur Genesung und Heilung.

Im Mai und im Dezember 2009 durfte ich erneut in Wien Vorträge über die Integrative Medizin halten.

 

     Ein wunderbares „Highlight“ im Sommer: Im Juli habe ich erneut mit meiner Praxis an der Aktion „Lebendiger Neckar“ teilgenommen. Ich habe Informationen über die traditionelle chinesische Medizin und die kostenlose Zungen- und Puls-Diagnose angeboten. Die Teilnehmer des Qi-Gong-Kurses haben vor Publikum ihre Übungen gezeigt. Bravo!

 

 

  

Wir informieren über die Chinesische Medizin: So demonstriere ich unter anderem die Puls-Diagnose, außerdem halten wir für die Besucher Info-Material bereit. 

 

     Es gab noch ein wichtiges Ereignis in diesem Jahr: Im Oktober habe ich mit meiner Praxis das erste Mal zum „Tag der offenen Tür“ eingeladen. Es gab erneut die Möglichkeit zur kostenlosen Zungen- und Puls-Diagnose. Außerdem demonstrierte ich weitere Methoden der chinesischen Medizin wie Schröpfen und Akupunktur. Im Foyer der Praxis stellte Katja Baumeister Literatur und Begleitmusik zu Qi Gong vor. Es gab Info-Poster zur traditionellen chinesischen Medizin  – und neben dem "geistigen Futter"  gab es reichlich Jasmin- und Ingwer-Dattel-Tee, leckere Energieriegel und chinesische Knabbereien für das leibliche Wohl.

 

   

 

  


  

Eine Premiere: Ich habe das erste Mal zum "Tag der offenen Tür" in meine Praxis eingeladen und freue mich über das Interesse meiner Besucher.