Kamelie (Camellia japonica)

 

Die Kamelie (Camelia japonica) ist eng mit dem Teebaumstrauch verwandt. Sie ist benannt nach dem Jesuitenpater und Apotheker Georg Joseph Kamel, der in Manila gearbeitet hat. In Europa wurde die Kamelie erstmals im 18. Jahrhundert schriftlich erwähnt. Die älteste europäische Kamelie findet man in Pillnitz - sie ist 9 Meter hoch, während ihrer Blütezeit sollen bis zu 35 000 Blüten erscheinen. Berühmt wurde die Kamelie mit dem Roman „Die Kameliendame“ von Alexandre Dumas. Sein Roman wurde zur Vorlage für die Oper „La Traviata“ von Verdi. In China steht die Kamelie für Freundschaft, Eleganz und Harmonie.

Die Kamelie ist in Ostasien mit Nepal, dem südlichen China und dem Süden Japans beheimatet. Heute sind rund 200 Arten von Kamelien bekannt.

Die Pflanze braucht einen Platz im Schatten, geschützt vor Wind. Die Erde sollte leicht sauer und durchlässig sein. Staunässe schadet der Kamelie, langer Regen oder Hitze werden jedoch gut vertragen.

Das Holz der Kamelie wurde lange Zeit für die Herstellung von Waffen, Tassen, Tellern, Kämmen und Puppen genutzt. Der japanische Samurai pflegte mit dem Öl der Kamelie seine Schwerter und schützte sie so vor Rost. Das Öl kann auch Holz vor Nässe, UV-Strahlung und Verschmutzung schützen. Japanische Frauen pflegten ihre Haare mit dem Öl. In der Volksmedizin wurde das Öl zur Hautpflege verwendet, vor allem soll das Öl Linderung bei Rötungen und Reizungen von empfindlicher Haut bringen.

In der traditionellen chinesischen Medizin wird die Kamelie dem Funktionskreis der Leber und Lunge zugeordnet. Der medizinische Tee hilft bei Husten und Leiden der Leber. Der Tee hilft auch Frauen, die unter zu starken Blutungen während der Menstruation leiden. Der medizinische Tee darf nicht täglich getrunken werden, sondern nur bei Bedarf. Eine Auflage mit gepressten Blüten-Blättern und Sesamöl hilft gemäß der chinesischen Medizin bei blauen Flecken, aber auch bei Blutungen und Hämorrhoiden.

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