Ballonblume - Platycodon grandiflorus 桔梗

 

Die Ballonblume wird auch Chinesische Glockenblume genannt. Der deutsche Name bezieht sich darauf, dass sich die Blütenknospen wie ein „Ballon“ aufblähen, bevor sie sich öffnen.

Die Heimat der Ballonblume ist in China, Ostsibirien, in der Mongolei, in Korea und Japan. Man kann sie inzwischen aber auch bei uns anpflanzen. Sie möchte einen steinigen Boden zwischen Gebüsch oder auf Waldlichtungen. Sie wird 50 bis 70 Zentimeter hoch. Die meist fünfzähligen Blüten weisen einen Durchmesser von 5 bis 7 Zentimeter auf. Die Ballonblume wächst langsam, sie braucht volle Sonne und etwas Halbschatten. Sie braucht einen durchlässigen, mit organischem Dünger angereicherten Boden.

Die Ballonblume zählt in der klassischen chinesischen Medizin zu den Pflanzen, die recht häufig eingesetzt werden. Sie wird eingesetzt bei Kopfschmerz auf der rechten Seite. In der chinesischen Medizin werden die Wurzeln zur Immunstimulation gegen Krebs genutzt. Die jungen Blätter werden gerne gegessen. Die älteren Blätter dagegen gelten als giftig. Die Wurzeln werden gerne gegart in Suppen als kräftigendes Gemüse verzehrt. In der koreanischen Küche gelten die Wurzeln als „bellflower roots“. In einem Volkslied wird die Wirkung der Pflanze als Schönheitsmittel besungen.

 

 

Glocken Funkie -Hosta ventricosa 紫萼

 

Die Glocken-Funkie heißt auch Herzblatt-Lilie und gehört zu der Gattung der Funkien.

Die Glocken-Funkie kommt in Süd- und Mittel-China vor. Sie kommt in Höhen von 500 bis 2400 Meter vor. Bei uns bevorzugt sie einen halbschattigen bis schattigen Platz, gerne in der Nähe von Gehölz. Zu viel Sonne verträgt die Glocken-Funkie nicht. Der Boden sollte nicht kalkhaltig sein, er sollte feucht sein, aber es darf keine Staunässe geben. Bei der Pflege ist die Glocken-Funkie ansonsten nicht sehr anspruchsvoll.

Sie wird 60 bis 100 Zentimeter hoch, die Blätter sind breit und herzförmig und können bis zu 20 Zentimeter lang werden. Es gibt 20 bis 30 Blüten pro Pflanze, die stark duften. Sie sind violettblau und verbreitern sich plötzlich glockenförmig.

In der klassischen chinesischen Medizin werden die Blätter zur Behandlung von Geschwüren der Haut oder von offenen Wunden verwendet. Die Blätter gelten gemäß der klassischen chinesischen Medizin auch als stärkend für Frauen.

In der chinesischen Küche werden die Blätter gerne mit Rührei verzehrt.

 

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